Politik

  • Alarm in Washington: In Kongressbüros sind Briefe mit verdächtigem Pulver eingegangen. Die Substanz war zwar harmlos, allerdings warnten die unbekannten Absender mehrere Medien des Landes - es seien hundert Sendungen an Politiker unterwegs, zehn davon mit tödlichem Inhalt.

  • Brüssel macht ernst: Wegen seines hohen Haushaltsdefizits droht Ungarn als erstem EU-Land der Verlust von Fördergeldern. Die Kommission in Brüssel beschloss die Streichung von knapp einer halben Milliarde Euro - die Regierung von Victor Orbán hat noch eine letzte Chance, die Sanktion abzuwenden.

  • Die Assad-Truppen haben offenbar bewusst versucht, in Homs westliche Journalisten zu töten. Das soll aus Mitteilungen der syrischen Armee hervorgehen, die der libanesische Geheimdienst abgefangen haben will. Laut "Daily Telegraph" sollten die Tötungen später als Versehen dargestellt werden.

  • Plötzlich Favorit: Präsidentschaftskandidat Rick Santorum liegt in Umfragen deutlich vorn, bei den Vorwahlen in Michigan ist ein Sieg möglich. Doch selbst seiner eigenen Partei ist der Erzkatholik zu rechts - führende Republikaner fürchten eine Niederlage, wenn es im Herbst gegen Obama geht.

  • Das Amt des Präsidenten darf nicht weiter Schaden nehmen, Angela Merkel hat den Präsidenten-Poker verloren - so lauten einige Befunde zur Kür von Joachim Gauck. Aber das ist alles Unfug: Das Präsidentamt ist eh völlig überflüssig und der Streit darum nur eine Politik-Farce.

  • Der Bundestag muss die neuen Hilfsmaßnahmen für Griechenland absegnen. Doch immer mehr Koalitionspolitiker kündigen Widerstand an - und wollen mit Nein stimmen. Die Regierung rechnet aber trotz der internen Kritik mit einer schwarz-gelben Mehrheit für das 130-Milliarden-Paket.

  • Zwei ausländische Journalisten kamen im Bombenhagel der syrischen Streitkräfte ums Leben. Sie berichteten aus Homs, wo die Bewohner seit Wochen den tödlichen Angriffen ausgesetzt sind. Die Aktivisten flehen den Westen um Hilfe an: "Was hier geschieht, ist Völkermord."

  • Die Bundeswehr will ihre Drohnenflotte massiv ausbauen, doch die Risiken der unbemannten Flugmaschinen sind enorm. 17 deutsche High-Tech-Geräte sind in den vergangenen fünf Jahren zerstört worden - bei Abstürzen, Notlandungen oder Unfällen am Boden.

  • Die Republik trauert in einer großen Gedenkfeier um die Opfer des rechtsradikalen Terrors. Neun Einwanderer und eine Polizistin ermordete das Neonazi-Trio der NSU. Doch wie geht es eigentlich den Hinterbliebenen? Welche Hilfe kam vom Staat? Der Überblick.

  • Aufregung um Christian Wulff: Der Ex-Bundespräsident wurde in der Nacht zum Mittwoch in ein Krankenhaus in Berlin eingeliefert. Offenbar hatte das frühere Staatsoberhaupt eine Nierenkolik erlitten.

  • "Stoiber ist Kult", schwärmen seine Anhänger. Der CSU-Veteran feierte beim Politischen Aschermittwoch in Passau sein Comeback - obwohl der 70-Jährige gar nicht aktiv in die Politik zurückkehren will. Gastgeber Seehofer hatte es gegen den Glanzauftritt der Partei-Ikone schwer.

  • Die Soldaten trainierten den Häuserkampf, eigentlich nur mit Platzpatronen. Doch dann lud ein Hauptfeldwebel in Sachsen seine Waffe mit scharfer Munition - und verletzte einen Gefreiten massiv am Bein.

  • Die Piraten streiten gerne vor aller Augen. Jetzt aber will der Berliner Landesvorstand ein Mitglied aus der Partei werfen, weil der Mann einem Minderjährigen öffentlich Erpressung vorgeworfen hat. Die Piraten halten ihm Selbstjustiz vor - und sorgen sich um ihr Ansehen.

  • Sie starben im Bombenhagel des syrischen Regimes: Mit Marie Colvin und Rémi Ochlik sind in Homs zwei erfahrene Kriegsreporter ums Leben gekommen. Drei weitere Journalisten wurden teils schwer verwundet. Womöglich galt die Attacke gezielt den Berichterstattern aus dem Westen.

  • Es wäre eine symbolische Kandidatur: Die Nazijägerin Beate Klarsfeld könnte auf Vorschlag der Linken gegen Joachim Gauck als Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten antreten. Die Personalie ist noch nicht entschieden. Doch hinter den Kulissen werden mit ihr Gespräche geführt.